Pflichtverteidiger 5.00/5 (100.00%) 1 Bewertungen

Dem Beschuldigten oder Angeklagten in einem Ermittlungs- oder Strafverfahren wird unter bestimmten Voraussetzungen von Amts wegen ein Pflichtverteidiger beigeordnet. In der Regel wird dem Angeklagten eine Frist gesetzt, innerhalb derer er sich einen Anwalt seines Vertrauens suchen kann. Geht beim Gericht keine Erklärung ein, wer dieser Anwalt sein soll, wird nach dem Geschmack des Richters ein Anwalt ausgewählt.

Lassen Sie es dazu nicht kommen! Melden Sie sich rechtzeitig beim Gericht und teilen mit, von wem Sie verteidigt werden wollen. Ich bin jederzeit bereit, mich für Sie als Pflichtverteidiger beiordnen zu lassen. Es ist aber Schnelligkeit gefragt, um Nachteile zu vermeiden.

Um einmal mit Gerüchten aufzuräumen, das ein Pflichtverteidiger nicht

Die Beiordnung eines Pflichtverteidigers hat nichts mit Prozeßkostenhilfe zu tun. Im Falle der späteren Verurteilung muß der Angeklagte den Anwalt bezahlen. Die Kosten werden aber zunächst aus der Staatskasse vorgestreckt. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, daß ein Pflichtverteidiger nichts kostet.

Die Strafprozeßordnung sieht in den folgenden Fällen Pflichtverteidigung vor:

  • die Hauptverhandlung im ersten Rechtszug vor dem Oberlandesgericht oder dem Landgericht stattfindet;
  • dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird;
  • das Verfahren zu einem Berufsverbot führen kann;
  • gegen einen Beschuldigten Untersuchungshaft nach den §§ 112, 112a oder einstweilige Unterbringung nach § 126a oder § 275a Abs. 5 vollstreckt wird;
  • der Beschuldigte sich mindestens drei Monate auf Grund richterlicher Anordnung oder mit richterlicher Genehmigung in einer Anstalt befunden hat und nicht mindestens zwei Wochen vor Beginn der Hauptverhandlung entlassen wird;
  • zur Vorbereitung eines Gutachtens über den psychischen Zustand des Beschuldigten seine Unterbringung nach § 81 in Frage kommt;
  • ein Sicherungsverfahren durchgeführt wird;
  • der bisherige Verteidiger durch eine Entscheidung von der Mitwirkung in dem Verfahren ausgeschlossen ist.
  • die Hauptverhandlung im ersten Rechtszug vor dem Oberlandesgericht oder dem Landgericht stattfindet;dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird;das Verfahren zu einem Berufsverbot führen kann;gegen einen Beschuldigten Untersuchungshaft nach den §§ 112, 112a oder einstweilige Unterbringung nach § 126a oder § 275a Abs. 5 vollstreckt wird;der Beschuldigte sich mindestens drei Monate auf Grund richterlicher Anordnung oder mit richterlicher Genehmigung in einer Anstalt befunden hat und nicht mindestens zwei Wochen vor Beginn der Hauptverhandlung entlassen wird;zur Vorbereitung eines Gutachtens über den psychischen Zustand des Beschuldigten seine Unterbringung nach § 81 in Frage kommt;ein Sicherungsverfahren durchgeführt wird;der bisherige Verteidiger durch eine Entscheidung von der Mitwirkung in dem Verfahren ausgeschlossen ist.

In anderen Fällen kann auch ein Pflichtverteidiger bestellt werden, wenn der strafrechtliche Sachverhalt besonders umfangreich oder schwierig ist oder, wenn der Beschuldigte sich nicht effektiv selber verteidigen kann.

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