Wann bin ich im Führungszeugnis vorbestraft? 5.00/5 (100.00%) 1 Bewertungen

Man spricht davon vorbestraft zu sein, wenn strafgerichtliche Eintragungen im Bundeszentralregister auch im Führungszeugnis aufgeführt werden. Das polizeiliche Führungszeugnis stellt einen beschränkten Auszug aus dem Bundeszentralregister dar. Gem. § 32 BZRG werden Verurteilungen nicht in das Führungszeugnis aufgenommen, durch die auf Freiheitsstrafe von maximal drei Monaten oder auf Geldstrafe von maximal 90 Tagessätzen erkannt worden ist. Wichtig ist aber, daß keine weitere Strafe im Register eingetragen ist. Sonst wird auch beispielsweise eine Verurteilung zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen eingetragen und man hat deshalb wieder den Status “vorbestraft”. Man spricht also immer dann von Vorbestrafung, wenn Strafen im polizeilichen Führungszeugnis eingetragen worden sind.

Fast immer ist die Frage, ob ein Urteil eingetragen wird für den Mandanten von größter Bedeutung, z.B. wenn aus beruflichen Gründen ein Führungszeugnis benötigt wird. Im Rahmen der Mandatsbearbeitung habe ich ein besonderes Augenmerk auf die etwaigen Auswirkungen auf das Führungszeugnis. Besonders im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts gibt es die Möglichkeit auch eine Strafe von bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe, die nach den §§ 35, 36 BtMG zurückgestellt worden ist (Therapie) oder zur Bewährung ausgesetzt worden ist, nicht in das Führungszeugnis aufnehmen zu lassen. Hierbei ist darauf zu achten, daß die Anwendung der genannten Vorschriften schon im Urteil stehen. Diesbezüglich berate ich Sie gerne.

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