Vergewaltigung 3.50/5 (70.00%) 12 Bewertungen

[pullquote align=“left“]Vergewaltigung heißt (fast) immer auch Gefängnis. Ich sage Ihnen was Sie tun müssen, um Gefängnis zu vermeiden.[/pullquote]

Einer der schwersten Vorwürfe im Bereich Sexualstrafrecht ist der Vorwurf der Vergewaltigung. Hier droht eine Mindestfreiheitsstrafe von 2 Jahren pro Tat. Das bedeutet gleichzeitig, daß hier grundsätzlich nur Strafen verhängt werden können, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden können, da Bewährung nur bis maximal zwei Jahre Freiheitsstrafe gegeben werden kann. Wie man aber auch in solchen Fällen unter Umständen zu einer Bewährungsstrafe unter 2 Jahren kommen  kann, werde ich Ihnen nach der ersten Prüfung Ihres Falls mitteilen können. Warten Sie nicht, bis der Staatsanwalt einen Haftbefehl gegen Sie beantragt – rufen Sie unverzüglich unter der gebührenfreien Notrufnummer Ihren Anwalt für Sexualstrafrecht und Vergewaltigung an.

[pullquote align=“right“]Sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung? Schützen Sie sich vor ungenauen Zeugenangaben – mit einem versierten Strafverteidiger.[/pullquote]

Im juristischen Sinn liegt eine Vergewaltigung dann vor, wenn mit der sexuellen Handlung an dem Tatopfer, gleichzeitig ein Eindringen in den Körper des Opfers verbunden ist. Ein Kuß reicht hier selbstverständlich nicht aus. Das Gesetz spricht dann von einem besonders schweren Fall der Nötigung und verdoppelt die angedrohte Mindeststrafe auf 2 Jahre, weil eine Vergewaltigung in besonderer Weise für das Tatopfer erniedrigend ist.

Sollten Sie wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung zur Anzeige gekommen sein, ist es äußerst wichtig, das Protokoll der Aussage des angeblichen Opfers auf das Genaueste zu prüfen. Hier kommt es auf jedes Detail an, denn die Schilderung einer Zeugin, daß nicht nur eine sexuelle Nötigung vorgelegen hat sondern sogar eine Vergewaltigung heißt für den Beschuldigten gleichzeitig Knast. Nehmen Sie die Vorwürfe ernst. Rufen Sie sofort an und lassen sich beraten. Nach erfolgter Akteneinsicht werde ich mit Ihnen gemeinsam eine Strategie ausarbeiten, die Sie zum Erfolg in Ihrem Fall führt.

§ 177 StGB: sexuelle Nötigung; Vergewaltigung

(1) Wer eine andere Person

1.
mit Gewalt,
2.
durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
3.
unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,

nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn
1.
der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder
2.
die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird.
(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter
1.
eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt,
2.
sonst ein Werkzeug oder Mittel bei sich führt, um den Widerstand einer anderen Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu verhindern oder zu überwinden, oder
3.
das Opfer durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.
(4) Auf Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter
1.
bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet oder
2.
das Opfer
a)
bei der Tat körperlich schwer mißhandelt oder
b)
durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt.
(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen der Absätze 3 und 4 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
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