Berufung 5.00/5 (100.00%) 1 Bewertungen

Mit der rechtzeitig eingelegten Berufung erreichen Sie zunächst, daß das Urteil des Amtsgerichts (Strafrichter oder Schöffengericht) nicht rechtskräftig, also nicht wirksam wird. Unbedingt müssen Sie die Frist von 1 Woche im Auge haben, um keine Nachteile zu haben.

Mit der Berufung wird dann das Urteil in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht überprüft. Das Berufungsgericht – die kleine Strafkammer am Landgericht – überprüft also, ob das erstinstanzliche Gericht das Recht falsch angewendet oder gegen Regeln des Strafverfahrens verstoßen hat. Sollte das der Fall sein, wird das Urteil abgeändert oder gar aufgehoben.

Die Prüfung in tatsächlicher Hinsicht hat zur Folge, daß die Beweisaufnahme nochmals durchgeführt wird und nochmals Zeugen vernommen werden.

Will man nur eine geringere Bestrafung oder eine andere Rechtsfolge, dann reicht es aus, die Berufung auf den Rechtsfolgenausspruch zu beschränken. Erhält man dann eine geringere Strafe, so trägt die Kosten des Verfahrens die Staatskasse.

Ich berate Sie gerne, ob sich eine Anfechtung des Urteils lohnt und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Wichtig: Bitte beachten Sie die kurze Frist von einer Woche zur Einlegung der Berufung.

Share →