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Die Freiheitsstrafe ist die strengste Form der Bestrafung im demokratischen Rechtsstaat und wird als zeitige Freiheitsstrafe und als lebenslange Freiheitsstrafe verhängt. Die lebenslange Freiheitsstrafe ist die Höchststrafe, die ein deutsches Gericht wegen den schwersten Verbrechen verhängen kann. Sie ist zwingend zu verhängen, wenn jemand wegen Mordes verurteilt wird; dies folgt aus der sog. absoluten Strafandrohung. Daneben gibt es weitere Delikte, die mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft werden können, wie z.B. Raub mit Todesfolge.

Wird eine zeitige Freiheitsstrafe ausgesprochen, so kann diese – je nach Delikt – zwischen einem Monat und fünfzehn Jahren betragen. Die Freiheitsstrafe wird in einer Justizvollzugsanstalt vollstreckt, meist im geschlossenen Vollzug. Dort hat der Verurteilte im Gegensatz zum offenen Vollzug nicht die Möglichkeit sich auch in Freiheit zu bewegen.

Das Ziel der Freiheitsstrafe wird im Strafvollzugsgesetz definiert. Danach soll während des Vollzusg auf den Täter eingewirkt werden, sodaß er befähigt ist, zukünftig ein in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Daneben werden auch präventive Ziele verfolgt, also der Schutz der gesellschaft vor Straftätern.

Die Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr ist zur Bewährung auszustezen, wenn der Täter eine sog. günstige Sozialprognosemitbringt. Das ist eine große Wahrscheinlichkeit, daß der Straftäter zukünftig keine Straftaten mehr begehen wird und eine Bewährungsstrafe zur Einwirkung auf den Täter ausreichend ist. Freiheitsstrafen von einem Jahr bis zu maximal zwei Jahren können auch zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn weitere Umstände hinzutreten, die eine Aussetzung zur Bewährung rechtfertigen. Insbesondere ist das Nachtatverhalten des Täters zur Beurteilung für die Gerichte sehr wichtig (Geständnis, Wiedergutmachung, Entschuldigung, etc.)

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