Akteneinsichtsrecht 5.00/5 (100.00%) 1 Bewertungen

Die Akteneinsicht ist das wichtigste Instrument zur Wahrnehmung der Rechte des Beschuldigten im Strafprozeß. Ohne genaue Kenntnis der Ermittlungsakte oder der Gerichtsakte kann keine Verteidigung durchgeführt werden. In der Akte ist der Gang des Ermittlungsverfahrens genau dokumentiert. Sie enthält Verfügungen der Staatsanwaltschaft, Vernehmungsprotokolle, Schriftsätze des Verteidigers und der Nebenklage, etc.

Die Strafporzeßordnung sieht vor, daß nur der Verteidiger Einsicht in die Akte nehmen darf, nicht aber der Beschudligte selbst. Grundsätzlich hat der Verteidiger einen Anspruch auf Einsichtnahme der Akte, wenn dadurch der Untersuchungszweck nicht gefährdet wird. Dies ist z.B. der Fall, wenn bereits ein richterlicher Beschluß vorliegt, der eine geplante Wohnungsdurchsuchung anordnet, diese aber noch nicht durchgeführt ist. Hier wäre die Gefahr zu groß, daß der Beschuldigte davon erfährt und eventuell Beweismittel beiseite schafft.

Anwaltstipp: wenn Sie in das Fadenkreuz der Ermittler geraten sind habe nur ich als Ihr Verteidiger die Möglichkeit für Sie die Einsichtnahme der Ermittlungsakte zu beantragen. Je früher die Erteilung des Auftrags erfolgt, desto besser sind die Verteidigungschancen.

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