Hier Bewertung abgeben!

Ping-Anrufe stellen eine Täuschungshandlung und damit einen (versuchten) Betrug dar.

Sogenannte „PingAnrufe“, mit denen Abzocker den Angerufenen kurzzeitig anwählen, sodaß höchstens ein einmaliges Klingeln verursacht wird, um eine Mehrwertdienstenummer (0900) zu hinterlassen, stellen eine Täuschungshandlung im Sinne eines Betruges dar. Ein eingehender Anruf ist ein Vorgang, der über das damit verbundene Signal hinaus die konkludente Erklärung beinhaltet, jemand wolle inhaltlich kommunizieren. Denn durch das Anwählen seiner Rufnummer wird dem Mobilfunkteilnehmer ein nicht vorhandener Kommunikationswunsch, also das über das Herstellen einer Kommunikationsverbindung hinausgehende Interesse an einer Gesprächsführung, vorgespiegelt.

OLG Oldenburg, Beschl. v. 20.08.2010 – 1 Ws 371/10

Daniel Sprafke, Rechtsanwalt in Baden-Baden

Tagged with →  
Share →