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Eine Geschwindigkeitsmessung mit einem RIEGL FG-21 kann dann nicht nachvollziehbar und damit nicht gerichtsverwertbar sein, wenn die Messung ab einer Distanz von 400 Metern Entfernung durchgeführt worden ist.

Der Grund dafür ist die starke Laseraufweitung bei zunehmendem Abstand. Der Laserstrahl ist eben kein Strahl sondern weitet sich kegelförmig auf. Bei einer Entfernung von 400 Metern hat sich der Strahl bereits um mehr als einen Meter aufgeweitet, wodurch nicht vermieden werden kann, daß auch Seitenteile oder die Windschutzscheibe angepeilt werden, was aber nach der Bedienungsanleitung untersagt ist. Hier können Fehlmessungen folgen, sodaß ein Bußgeldbescheid auf dieser Grundlage einer richterlichen Überprüfung nicht standhält.

Haben Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, wo unter „Beweismittel“ ein Handlasermessgerät genannt ist, so lohnt sich in jedem Fall eine Überprüfung der Messung.

Daniel Sprafke, Rechtsanwalt in Baden-Baden

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