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(1) Wer eine andere Person unter Ausnutzung einer Zwangslage oder der Hilflosigkeit,
die mit ihrem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist, zur Aufnahme oder
Fortsetzung der Prostitution oder dazu bringt, sexuelle Handlungen, durch die sie
ausgebeutet wird, an oder vor dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen oder von dem
Täter oder einem Dritten an sich vornehmen zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe von
sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. Ebenso wird bestraft, wer eine Person unter
einundzwanzig Jahren zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution oder zu den sonst
in Satz 1 bezeichneten sexuellen Handlungen bringt.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn
1.  das Opfer der Tat ein Kind (§ 176 Abs. 1) ist,
2.  der Täter das Opfer bei der Tat körperlich schwer misshandelt oder durch die Tat in
die Gefahr des Todes bringt oder
3.  der Täter die Tat gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande, die sich zur
fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat, begeht.
(4) Nach Absatz 3 wird auch bestraft, wer
1.  eine andere Person mit Gewalt, durch Drohung mit einem empfindlichen Übel oder
durch List zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution oder zu den sonst in
Absatz 1 Satz 1 bezeichneten sexuellen Handlungen bringt oder
2.  sich einer anderen Person mit Gewalt, durch Drohung mit einem empfindlichen Übel
oder durch List bemächtigt, um sie zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution
oder zu den sonst in Absatz 1 Satz 1 bezeichneten sexuellen Handlungen zu bringen.
(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei
Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen der Absätze 3 und 4 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
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